Wie du endlich den richtigen Preis für deine Handmade-Produkte findest – und warum es dein Business verändert

Legst du die Preise für deine Handmade-Produkte noch nach Bauchgefühl fest? Dann verkaufst du deine Handmade-Produkte vielleicht unter Wert – und merkst es nicht einmal. In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deine Preise professionell kalkulierst – inklusive kostenloser Kalkulationstabelle, die dich sofort ins Handeln bringt. Lies weiter und erfahre, wie du den Preis findest, der dich wirklich fair bezahlt und dein Handmade-Business wachsen lässt.

5 Minuten Lesezeit
Preiskalkulation Handmade-Shop: Finde den Preis, der dein Business trägt

Du musst das nicht allein herausfinden. Genau dafür haben wir eine kostenlose Kalkulationstabelle entwickelt, die dir Schritt für Schritt zeigt, wie du deine Materialkosten, Arbeitszeit und Fixkosten so berechnest, dass dein Preis dich wirklich fair bezahlt.

Die Kalkulationstabelle für Handmade-Produkte findest du am Ende als kostenlosen PDF-Download.


Kennst du das auch?

Du sitzt spät abends an deiner Nähmaschine. Der letzte Faden ist vernäht, das Etikett sitzt perfekt. Dein Produkt liegt vor dir – Stunden deiner Liebe, deiner Kreativität, deiner Hände Arbeit stecken darin. Und du bist zurecht stolz darauf..

Und dann kommt der Moment der Wahrheit: Was soll ich dafür verlangen?

Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Der Kopf sagt: „Es muss sich lohnen.“ Aber dein Herz flüstert: „Was, wenn niemand das bezahlt?“ Also setzt du den Preis etwas niedriger – in der Hoffnung, dass es sich besser verkauft.

Und genau hier beginnt der Kreislauf, der so viele Handmade-Labels ausbremst: 

Du machst wunderschöne Produkte, aber dein Preis deckt nicht deine Kosten, geschweige denn deine Arbeitszeit. Du arbeitest hart – und verdienst trotzdem nicht das, was du verdienst.

Was dein Preis über dich und dein Handmade-Business verrät

Jedes Produkt ist mehr als Stoff, Garn und Verpackung. Es ist deine Zeit, dein Wissen, deine Energie. Es ist dein Traum, ein Handmade-Business aufzubauen, das dich erfüllt – und dich finanziell trägt.

Eine faire Preiskalkulation ist kein Luxus. Sie ist der Schlüssel, der dein Hobby in ein Business verwandelt.

Was dein Preis über dich und dein Handmade-Business verrät

Der Wendepunkt: Aus Bauchgefühl wird Klarheit

Wir haben diese Kalkulationstabelle für Handmade-Produkte entwickelt, weil wir genau diese Reise kennen:

Von „Ich nehme einfach einen Preis, der sich richtig anfühlt“ zu „Ich weiß genau, warum mein Produkt diesen Wert hat“.

Mit dieser Tabelle siehst du auf einen Blick:

  • Was dich jedes Produkt wirklich kostet.
  • Wie viel deine Arbeitszeit wert ist.
  • Welcher Preis dich fair bezahlt – und dein Business wachsen lässt.

Transformation: Statt mit Zweifeln zu verkaufen, kannst du deine Preise selbstbewusst nennen und weißt, was deine Arbeit wert ist und das auch selbstbewusst vertreten.

Der Wendepunkt: Aus Bauchgefühl wird Klarheit

Wie du die Kalkulationstabelle nutzt – Schritt für Schritt

Produktname

Trage hier den Namen deines Produkts ein, zum Beispiel „Stofftasche mit Blumenprint“.
Das klingt banal, ist aber wichtig: So kannst du später immer sehen, welche Kalkulation zu welchem Produkt gehört.
Wenn du verschiedene Varianten eines Produkts hast (z. B. unterschiedliche Größen), lohnt es sich, für jede Variante eine eigene Kalkulation zu machen.

Materialkosten

Hier gehören alle Dinge hinein, die du direkt für ein einzelnes Produkt verbrauchst.

  • Stoff: Schreibe nicht den Preis für einen ganzen Meter auf, wenn du nur 0,5 m brauchst. Rechne den Preis pro genutzter Menge um.
  • Garn: Auch wenn Garn günstig ist, rechne pro Produkt aus, wie viel du ungefähr verbrauchst. Bei großen Mengen lohnt sich eine Schätzung.
  • Label: Dein eigenes Markenetikett, Hangtag oder Aufnäher.
  • Verpackung: Alles, was ins Paket oder um dein Produkt kommt: Seidenpapier, Sticker, Banderole, Dankeskärtchen.
  • Versandmaterial: Die Umverpackung für den Versand.
  • Versandkosten: Entscheide, ob du die Versandkosten in dein Produkt mit einrechnest (Kunden lieben „0 € Versand“) oder ob du sie separat berechnest.

Warum das wichtig ist: Auch kleine Cent-Beträge summieren sich. Wer diese Kosten nicht berechnet, verkauft oft unbewusst unter Wert.

Arbeitszeit

Deine Zeit ist ein wichtiger Teil des Produktpreises!

Zeitaufwand: Überlege, wie lange du wirklich für ein Produkt brauchst – vom Zuschnitt, Nähen, Versäubern, Fertigstellung bis zur Endbearbeitung, Qualitätskontrolle, Verpacken und Versand.
Bedenke auch: Designentwicklung, Anpassungen, Fotos, Produktbeschreibung und das Einstellen in den Onlineshop.

Stundensatz: Dein gewünschter Stundenlohn. Viele Anfänger setzen hier 0 €, um „billig“ zu sein – aber das führt nur dazu, dass du nichts verdienst
Warum das wichtig ist: Wenn du deine Zeit nicht berechnest, arbeitest du für „umsonst“ und dein Business kann nicht wachsen.

Fixkosten pro Produkt

Fixkosten sind alle regelmäßigen Kosten, die nicht direkt für ein Produkt anfallen, aber trotzdem bezahlt werden müssen.

  • Miete für dein Atelier oder dein Arbeitszimmer zu Hause.
  • Anteilige Kosten für Strom und Wasser.
  • Werkzeuge, Maschinenabnutzung (z.B. Nähmaschine, Scheren).
  • Betriebskosten fürs Geschäft wie Buchhaltung, Marketing, Versicherungen.
  • Gebühren für den Onlineshop, Domain, Rechtstexte, Verpackungslizenz, Cookiebanner
  • Eventuelle Transaktionsgebühren, z. B. bei Paypal oder Kreditkartenzahlungen

Tipp: Teile deine monatlichen Fixkosten durch die Anzahl der Produkte, die du im Monat durchschnittlich verkaufst oder herstellst.

Warum das wichtig ist: Diese Kosten laufen im Hintergrund immer mit. Wenn du sie nicht einkalkulierst, zahlst du sie aus deiner eigenen Tasche.

Selbstkosten gesamt

Die Summe aus Materialkosten + Arbeitszeit + Fixkosten.

Das ist der Wert, den dich ein Produkt wirklich kostet, ohne dass du daran etwas verdienst.
Erst wenn du hier die Gewinnspanne aufschlägst, entsteht ein fairer Verkaufspreis.

Gewinnaufschlag (%)

Das ist dein Aufschlag in Prozent auf die Selbstkosten.

Er sorgt dafür, dass du:
  • Rücklagen bilden kannst (für neue Materialien, Weiterbildungen, Investitionen oder Ausfälle).
  • Dein Business langfristig profitabel führst.
  • Einen Puffer hast, wenn mal Rabatte oder Versandaktionen laufen.

Bei Handmade-Produkten sind 30–50 % Gewinnaufschlag gängig, manchmal auch mehr, wenn du exklusiv arbeitest.

Warum das wichtig ist: Ohne Gewinnaufschlag machst du keinen Gewinn, sondern deckst nur deine Ausgaben - und du kannst kein Essen kaufen und deine Miete nicht bezahlen. 

Gewinnbetrag (€)

Das Ergebnis, wenn du deine Selbstkosten mit dem Gewinnaufschlag multiplizierst.
Beispiel: Selbstkosten = 32 €, Gewinnaufschlag 30 % → 9,60 € Gewinn.
Dies ist dein „echter Verdienst“ pro Produkt, mit dem du arbeiten kannst.

Verkaufspreis Netto

Das ist dein Preis ohne Mehrwertsteuer (MwSt.).
Wichtig für alle, die umsatzsteuerpflichtig sind und ihre Preise kalkulieren.

Verkaufspreis Brutto

Der Endpreis inklusive Mehrwertsteuer (z. B. 19 % in Deutschland).
Diesen Preis sehen deine Kund:innen im Shop.

Dein nächster Schritt: Den Preis finden, der dich trägt

Stell dir vor, du hältst deine fertige Kalkulation in den Händen. Du siehst nicht nur Zahlen – du siehst den Wert deiner Arbeit. Du siehst ein Business, das wachsen kann, ohne dass du dich selbst ausbrennst.

Hol dir jetzt unsere Kalkulationstabelle und finde den Preis, der dich fair bezahlt – und dein Handmade-Business groß macht.

Kostenlose Kalkulationstabelle für Handmade-Produkte [PDF] 

Dein nächster Schritt: Den Preis finden, der dich trägt

Du hast noch keinen Onlineshop? Teste Azoo 14 Tage kostenlos und unverbindlich!

Azoo ist dein eigener Onlineshop, bei dem du dich nicht um die Technik kümmern musst, denn darum kümmern wir uns. Versprochen! 
Für alles, was sich nicht automatisieren lässt, bekommst du einen persönlichen Techniker an die Hand, der sich kümmert. Kostenlos! 

Alle Artikel