Nutze den Sommer – damit dein Onlineshop zu Weihnachten glänzt und Umsatz macht

Zwischen Eiscreme und Ferienzeit schon an Weihnachten denken? Ja, unbedingt! Denn wenn du deine Produktfotos jetzt strategisch überarbeitest, startest du super entspannt und verkaufsstark in die Hochsaison. Wie genau? Lies weiter!

Produktfotos für den Weihnachtlichen Onlineshop

Gastbeitrag von Tanja Kosub – Visual. Brand. Styling.

Die großartige Stylistin und Set-Designerin für Fotografie Tanja Kosub, zeigt dir wie das geht – Schritt für Schritt und ohne Stress, aber mit viel Wirkung.

Lass dich inspirieren und nutze ihre Profi-Tipps, um deinen Shop jetzt weihnachtstauglich zu machen!

Tanjas Spezialität: strategisch inszenierte Produktfotos, die nicht nur schön aussehen, sondern auch verkaufen. Ihr Wissen gibt sie praxisnah in Coachings und Kursen für Kreativ-Labels weiter – und zeigt, wie man Produkte gezielt in Szene setzt und fotografiert: sei es als Flatlay, frontal oder auf der Büste.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der wirkungsvollen Darstellung von Bekleidung als Legeware – gestützt auf viele Jahre Erfahrung als Stylistin in der Werbefotografie für bekannte Fashion-Marken. Außerdem entwickelt sie eigene Fotountergründe, mit denen Produkte wirklich zum Strahlen kommen. 

In diesem Gastbeitrag zeigt sie dir, wie du jetzt im Sommer mit gezielter Foto-Optimierung den Grundstein für dein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft legst.

Und psst: Unten findest du auch den Link zu unserer kostenlosen Weihnachts-Masterclass! Meld dich gleich an!

Zwischen Sonnencreme, Familie und Shop: Warum du jetzt schon an Weihnachten denken solltest

Zwischen Ferienmodus, Kinderbetreuung, vielleicht ein paar ruhigen Tagen für dich selbst – fühlt sich Weihnachten noch ziemlich weit weg an. Und das ist auch völlig verständlich.

Aber genau jetzt ein guter Moment, um dir einmal in Ruhe deinen Shop & Produktfotos anzuschauen – und zu überlegen: Was kannst du schon jetzt vorbereiten oder optimieren – mit Blick auf die Weihnachtszeit?

Denn spätestens ab Oktober wird es bei den meisten im Shop wieder deutlich voller: Anfragen, Bestellungen, Versand, Nachrichten. Dann fehlt einfach die Zeit, nochmal ganz in Ruhe an die Fotos zu denken oder Dinge im Shop umzusetzen, die eigentlich schon lange auf deiner Liste stehen.

Wenn du also den Sommer nutzt, um deinen Shop visuell weihnachtstauglich aufzustellen – mit einem klaren Blick und Step by Step– dann wird der Herbst deutlich entspannter. Oder zumindest strukturierter. 

Im Fokus stehen deine Produktfotos und Kategorien. Und die Frage, wie du sie ergänzen, ordnen oder bewusst für Weihnachten einsetzen kannst. Mit Bildern, die inspirieren, die verkaufen – und die zu Weihnachten passen.

Bevor du direkt loslegst, nimm dir einen Moment und verschaff dir einen Überblick.

Spoiler: Nein, du musst nicht alles neu fotografieren – es geht nicht um einen Komplettumbau.

Bevor du direkt loslegst, nimm dir einen Moment und verschaff dir einen Überblick. Du musst nicht alles neu fotografieren – es geht nicht um einen Komplettumbau.

Es geht darum, gezielt zu entscheiden:

  • Was ist schon gut?
  • Was braucht mehr Klarheit, Wirkung oder Stimmung?
  • Und welche Produkte verdienen jetzt deine Aufmerksamkeit – damit du im Herbst nicht ins Rotieren kommst, sondern gut vorbereitet bist?


Lass uns das gemeinsam Schritt für Schritt durchgehen.

Bevor du direkt loslegst, nimm dir einen Moment und verschaff dir einen Überblick. Du musst nicht alles neu fotografieren – es geht nicht um einen Komplettumbau.

To-do-Liste: Shop-Optimierung mit Fokus auf Weihnachten:

  1. Sortiment priorisieren – was ist relevant für die Weihnachtszeit?
  2. Kategorie „Geschenkideen“ anlegen – wenn du möchtest
  3. Produkte durchsehen & Fotos gezielt prüfen
  4. Kleine Shootingliste erstellen – mit Reihenfolge und Fokus
  5. Alt-Texte und Dateinamen anpassen (macht Azoo automatisch für dich)

1. Sortiment priorisieren – was ist relevant für die Weihnachtszeit?

Nicht jedes Produkt braucht Weihnachtsflair, aber manche eignen sich ganz besonders gut für die Geschenkezeit. Geh einmal gezielt durch dein Sortiment und ordne deine Produkte ein:

– Was passt gut als Geschenk?

Produkte, die sich gut einpacken lassen, persönlich wirken oder in ein Set integriert werden können – z. B. kleine Accessoires, Papeterie, Dekoration, Textiles, Pflegeprodukte.

– Was ist klassische Weihnachtsdeko?

Alles, was optisch oder thematisch direkt mit Weihnachten verbunden ist – wie Kränze, Anhänger, Sterne, Figuren oder festliche Farben und Motive.

– Was ist saisonal – also typisch für den Winter?

Produkte, die zur Jahreszeit passen, auch wenn sie nicht weihnachtlich sind – z. B. dicke Stoffe, wärmende Materialien, gedeckte Farben oder Dinge für Gemütlichkeit drinnen.

Wichtig: Geschenke müssen nicht klassisch sein. Auch Alltagsprodukte können als Geschenk gedacht werden – wenn sie entsprechend präsentiert sind und inspirieren.

1. Sortiment priorisieren – was ist relevant für die Weihnachtszeit?

2. Kategorien „Geschenkideen für ...“ anlegen

Eine neue Kategorie ist kein Muss, kann aber sinnvoll sein – besonders zur Weihnachtszeit. Viele Besucher:innen deines Shops suchen gezielt nach Geschenkideen und sind dankbar, wenn du ihnen die Auswahl etwas erleichterst.

– Geschenke unter 25 €

Eine Preisschwelle hilft gerade bei kleinen Aufmerksamkeiten oder für Kund:innen mit kleinem Budget.

– Für Lieblingsmenschen

Emotionaler Zugang: Produkte, die man verschenkt, weil sie etwas sagen – nicht weil sie groß oder teuer sind.

– Kleine Aufmerksamkeiten

Hier kannst du Produkte zeigen, die schnell gekauft, gut verschickt und leicht verschenkt werden können.

So eine Kategorie hilft nicht nur deinen Kund:innen beim Finden, sondern auch dir beim Planen – zum Beispiel für Social Media, Newsletter oder saisonale Kampagnen.

Du kannst dafür ein übergeordnetes, weihnachtlich gestaltetes Kategoriebild shooten, das deine Kund:innen direkt in Stimmung bringt.

3. Produkte durchsehen & Fotos gezielt prüfen

Geh einmal systematisch durch deine Shop-Produkte und schau dir deine Fotos wirklich mit einem kritischen Blick an.

Welche Bilder sind veraltet oder technisch schwach?

Sind sie zu dunkel? Stimmen die Farben nicht? Sind sie unscharf? Ist die Ausleuchtung schlecht?
Und ganz grundsätzlich: Wirkt das Bild hochwertig – oder eher nicht?

Hat jedes Produkt ein klar ansprechendes Hauptbild?

Als Hauptbild verwenden wir immer ein Lifestyle-Foto. Das heißt: ein gestaltetes Bild, das deine Kund:innen inspiriert und emotional wirkt. Es ist dein Schaufenster für dieses Produkt – und genau hier entscheidet sich oft, ob jemand draufklickt oder weiterzieht.

Wenn ich von Styling spreche, dann meine ich: Das Styling unterstützt dein Hauptprodukt – es steht im Dienst des Produkts. Der Fokus liegt klar auf dem, was du verkaufst. Nichts lenkt ab, aber es entsteht Stimmung.

Gibt es ergänzende Bilder?

Detailaufnahmen, Anwendungsbeispiele, Material- oder Farbbeispiele, Varianten, Personalisierungen – je nach Produktart unterschiedlich. Die Frage ist: Bekommt die Kundin nach dem Hauptbild genug Informationen, um sich das Produkt vorstellen zu können – und Vertrauen zu fassen? Vertrauen, das am Ende dazu führt, dass das Produkt im Warenkorb landet.

Stimmt die Bildsprache?

Passt das Foto zu deinem Stil, zu deiner Marke – und, wenn es relevant ist, zur Jahreszeit? Wenn du eine Variante für Weihnachten oder den Winter zeigen willst: Muss gar nicht viel sein. Manchmal reicht schon ein anderer Untergrund oder eine saisonale Requisite.

Du musst nicht alles neu machen. Aber ein gezielter Blick auf die wichtigsten Produkte lohnt sich – und dann kannst du nach und nach ergänzen.

Links: Ganzjahres - Produktbild // Rechts: Weihnachtliche Atmosphäre
Links: Ganzjahres - Produktbild // Rechts: Weihnachtliche Atmosphäre

4. Kleine Shootingliste erstellen – mit Reihenfolge und Fokus

„Ich habe keine Zeit.“

Und genau deshalb ist ein Plan so wichtig: damit du die Zeit, die du hast, gut nutzt, schneller und strukturierter arbeiten kannst – und dabei den roten Faden behältst.

Der größte Zeitfresser ist nämlich nicht das Fotografieren selbst, sondern der Moment, wenn du am Shootingtag am Set stehst und nicht weißt, was du fotografieren willst – oder dir die passenden Requisiten fehlen.

Die eigentliche Arbeit beginnt vorher – mit einer einfachen kleinen Shootingliste.

Wenn du vorab weißt, was du fotografieren willst und wie, dann läuft dein Shooting wirklich ruhig, klar und effizient ab.

Deine Planungsfragen sollten sein:

- Welche Produktfotos möchtest du neu shooten – und welche ergänzen?

- Was braucht ein neues Hauptbild, was nur ein zusätzliches Detail, eine     Anwendungsaufnahme oder eine gezielte Weihnachtsvariante?

Und dann Planung Schritt für Schritt:

Schritt 1Notier dir, welche Produkte du shooten willst und ob du ein übergeordnetes Kategoriefoto brauchst

Schritt 2: Für jedes Produkt: Was braucht es? Ein neues Hauptbild? Ein zusätzliches Detail? Eine zusätzliche weihnachtliche Stimmung?

Schritt 3: Scribble dir grob auf, wie das Bild aussehen soll – pro Produkt und Motiv. Das muss nicht perfekt sein – es ist nur für dich ein visueller Plan.

Schritt 4: Prüfe deine Requisiten. Was brauchst du dafür? Was fehlt dir noch?

Schritt 5: Ergänzungen einkaufen oder aus deinem Fundus zusammenstellen.

Schritt 6: Am Shootingtag: Liste abhaken, was du fotografiert hast. Und du glaubst nicht, wie oft man etwas vergisst. Gerade ein kleines Detailbild, das am Ende aber wichtig für die Produktpräsentation gewesen wäre.

4. Kleine Shootingliste erstellen – mit Reihenfolge und Fokus

5. Alt-Texte und Dateinamen anpassen (gilt nicht für Azoo Shops)

Das Beste zuerst: Azoo Shop Betreibende können diesen Punkt getrost auslassen, denn du musst deine Bilder vor dem Upload nicht suchmaschinenoptimiert benennen. Das geschieht automatisch anhand der Daten in deinem Shop. So wirst du auch in der Google-Bildersuche gut gefunden.

Ein kleiner Punkt mit großer Wirkung – für die Sichtbarkeit!

– Verwende klare, aussagekräftige Dateinamen (z. B. „handgemachte_kerze_weihnachten.jpg“)

– Ergänze Alt-Texte, die dein Produkt verständlich beschreiben – z. B. „handgemachte Kerze – Geschenkidee für den Winter“

Das gilt natürlich das ganze Jahr über – aber gerade zur Weihnachtszeit lohnt es sich doppelt, hier sorgfältig zu sein. Und beachte: SEO ist wichtig – aber wenn deine Produktfotos schwach sind, hilft dir auch das beste SEO nichts.

Dann kommt zwar jemand in deinen Shop, aber wenn die Bilder nicht überzeugen, ist die Person genauso schnell wieder weg. Gute Fotos und Sichtbarkeit gehören zusammen. Das eine funktioniert ohne das andere nicht.

Entwarnung: Du musst nicht den ganzen Shop neu machen – Und du brauchst auch keine neue Kamera.

Was du brauchst, ist ein Plan – und das Wissen, worauf es bei guten Produktfotos wirklich ankommt.

Es spielt keine Rolle, ob du mit dem Smartphone fotografierst oder mit einer Spiegelreflexkamera. Das Entscheidende ist nicht die Technik – sondern dein Verständnis für:

– die richtige Perspektive,

– das Licht,

– Storytelling,

– und den Bildaufbau – also eine klare Blickführung 

– und ein stimmiges Look & Feel entsprechend deiner Marke

Entwarnung: Du musst nicht den ganzen Shop neu machen – Und du brauchst auch keine neue Kamera.

Danke liebe Tanja

Ein herzliches Dankeschön an Tanja für diesen inspirierenden und praxisnahen Beitrag! Mit ihrer Expertise und ihrem Blick fürs Detail macht sie deutlich, wie viel Wirkung in gut geplanten Produktfotos steckt – und wie du schon mit kleinen Schritten große Veränderungen in deinem Shop erreichen kannst.

Mehr zu Tanja und ihrer Arbeit findest du hier und auf Instagram.

Schluss mit Schnappschüssen & leeren Warenkörben – jetzt wird verkauft!

Du willst wirkungsvolle, verkaufsstarke Produktfotos – bist dir aber oft unsicher, ob deine Bilder wirklich überzeugen?

Dann hol dir jetzt die kostenfreie Produktfoto-Checkliste für Onlineshops – mit den wichtigsten Kriterien für Fotos, die inspirieren, Vertrauen schaffen und verkaufen.

Perfekt, um direkt zu prüfen, wie gut deine Bilder schon sind – und wo du noch nachbessern kannst.

Hier gehts zur Checkliste für deine Produktbilder.

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