PowerPoint aus, Plotter an – wie Sina ihren ungeliebten Job hinter sich ließ, einen Onlineshop eröffnete und heute über 13.000 Menschen auf Instagram inspiriert

Sina, du hast deine kreative Reise schon als Kind begonnen – wie hat dich deine „Handwerks-Familie“ geprägt und was bedeutet Kreativität heute für dich?
Meine Uroma war Handarbeitslehrerin (lange bevor ich selbst in die Schule ging), und ich habe stundenlang bei ihr im Zimmer gesessen und ihr zugeschaut, wie sie häkelt und strickt. Sie konnte sogar noch klöppeln, eine Handarbeitstechnik, die heutzutage kaum noch jemand beherrscht.
Ihr kennt Häkeldeckchen, die in Omas Wohnzimmer über der Couchlehne hängen? Ich erinnere mich, wie Uroma sie gehäkelt oder geklöppelt hat und sie dann auf Nagelbretter gespannt hat. Ich glaube, die wurden mit einer Stärkelösung behandelt, damit sie etwas steifer wurden.
Irgendwann war ich alt genug und wollte das auch lernen. Sie hat mir dann das Häkeln gezeigt. Ich erinnere mich an die Grundschule – da haben wir einen Muff gehäkelt, und ich war die Einzige, die das schon konnte.
Später lernte ich Stricken. Ich müsste lügen, aber meine ersten Socken habe ich mit zehn gestrickt. Auch das konnte keine meiner Freundinnen.
Und dann ist da noch mein Papa, der seit ich denken kann leidenschaftlicher Modellbauer und Flieger ist. Auch bei ihm habe ich einige Stunden in der Werkstatt verbracht, habe dreieckige Balsahölzchen rund geschliffen, beim Löten und Lackieren „geholfen“.
Und meine Mami … man würde sie heutzutage als Helikopter-Dinkel-Dörte bezeichnen. Sie hat für uns Kostüme genäht, wir haben viel gebastelt. Im Kindergarten habe ich so viel gewebt, dass Mama mir aus den einzelnen Teilen eine Decke zusammengenäht hat (oder vielleicht war’s doch Uroma :D). Vielleicht kennt ihr noch Window Colour? Damit war eine Zeit lang jedes Fenster bei uns beklebt :D. Und Mama hat selbstverständlich der Uroma die Socken zum Stopfen runtergebracht!
Ich habe immer diese Kreativ-Sets geliebt: Tattoos machen, Armbänder flechten, Lipgloss selber machen, Perlenarmbänder weben … Irgendwann hatte ich eine beachtliche Sammlung an Swarovski-Perlen und habe Ringe und Armbänder geknüpft.
In der Schule, in der siebten Klasse, habe ich dann zum ersten Mal mit einer Nähmaschine genäht. Eine Kochschürze. Das hat super geklappt – oh, welch Überraschung :D. Und auch im Technikunterricht war ich vor den Jungs die Beste beim Werkstücke-Herstellen …
All diese Kreativität zieht sich bis heute durch mein Leben. Ich empfinde pure Freude, etwas mit meinen Händen herzustellen!
Meine Uroma ist dann mit unglaublichen 101 Jahren verstorben. Kurz danach war ich mit meinem ersten Kind schwanger. Mit der Nähmaschine meiner Mutter habe ich eine Wickeltasche genäht. Das war ein riesiges Projekt, und ich habe die Tasche mit Stolz genutzt! Da ich ziemlich schnell wieder arbeiten gegangen bin und ein Kleinkind natürlich viel Aufmerksamkeit braucht, war ich dann ein paar Jahre lang gar nicht mehr kreativ …
In dieser Zeit sind wir dann auch in unser Haus eingezogen, und meine Oma hat mir Uromas Nähmaschine vererbt. Sie hat im Keller geduldig auf ihren Einsatz gewartet.
Vom Häkeln über Nähen zum Plotten – wie bist du dazu gekommen?
In der Zwischenzeit haben wir ein zweites Kind bekommen, das war kurz vor der großen Corona-Pandemie. Ich habe die Nähmaschine meiner Uroma aus dem Keller geholt und – wie so viele andere – angefangen, Masken zu nähen. Wer hätte gedacht, dass Corona auch etwas Gutes für mich bereithalten könnte?
Ich habe die Nähmaschine nie wieder weggeräumt! Ich habe dann sehr intensiv Kleidung für meine Kinder genäht – beinahe die ganze Garderobe! Ich habe mich viel über Instagram inspirieren lassen und bin dabei über das Plotten gestolpert.
Du hast 2021 mit dem Plotten begonnen – was hat dich an dieser Technik so begeistert, was wolltest du damit erreichen?
So kam es, dass ich 2021 meinen ersten Plotter, den Cricut Joy, gekauft habe. Mein Nähstil war sehr basic – ich wollte nicht, dass es „handmade“ schreit. Schrill, bunt und Mustermix war überhaupt nicht meins. Aber diese süßen kleinen Plots hatten es mir total angetan!
Ich habe damals wirklich sofort überlegt, selbstgenähte Kleidung zu verkaufen. Wurde auch ganz oft danach gefragt und bestärkt, es zu tun. Immer wieder hörte ich: „Sina, du solltest mit deinen kreativen Sachen Geld verdienen.“
Aber damals schossen Handmade-Labels wie Pilze aus dem Boden, und ich hatte ständig Gedanken wie: „Warum sollte ausgerechnet bei mir jemand kaufen?“ oder „Was ist, wenn jemand kauft und dann nicht zufrieden ist?“ Beim Gedanken an Gewerbeanmeldung und Steuern bekam ich Angstschweiß – also wurde aus dem Label nichts. Ich hatte aber ein Instagram-Profil, auf dem ich viele Tipps übers Nähen in der Story geteilt habe. Aber auch da habe ich mich nie richtig getraut, aus mir herauszukommen – obwohl ich tausendmal darüber nachgedacht habe.
Jetzt nähe ich schon eine Weile nicht mehr für meine Kinder – mein Großer wollte es irgendwann nicht mehr anziehen, und es war auch ein teures Hobby. Ich musste dann auch wieder mehr arbeiten.
Hätte ich damals das Business-Game schon verstanden, wäre ich heute an einem ganz anderen Punkt. Aber das hat mich hierhergebracht. Ich habe immer öfter gebastelt und geplottet – auch wenn mich die Technik manchmal überfordert hat, habe ich gemerkt, wie ich beim Plotten richtig in meine kreative Welt abtauche. Zwei-, dreimal habe ich sogar daran gedacht, ein „Sticker-Business“ zu gründen.
Viele kennen das Gefühl, am Anfang überfordert zu sein – was hat dir geholfen, dranzubleiben und schließlich sogar Zauberplotts zu gründen?
Ich muss ganz klar sagen, ich war am Anfang natürlich auch überfordert: Welches Werkzeug? Welches Material? Welches Dateiformat? Was ist überhaupt eine SVG?
Ich glaube, damals gab es noch gar nicht so viele Videos zum Thema Plotten – also habe ich viel ausprobiert, war oft frustriert. Aaaaber: Viele Dinge haben auch sofort funktioniert. Am liebsten habe ich anfangs mit Flexfolie gearbeitet und damit selbstgenähte Kleidung verschönert.
Irgendwann habe ich mich dann endlich an Papier getraut – und das war der Punkt, an dem ich mich nochmal neu in meinen Plotter verliebt habe. Vor allem die Funktion „Drucken, dann schneiden“ hat es mir angetan. Es durfte dann sogar ein neuer, besserer Drucker einziehen!
Ich hatte dann so viele Bastelideen, bin aber oft daran gescheitert, die passende Datei zu finden. Ich habe stundenlang versucht, im Design Space selbst zu designen – aber das hat mich überhaupt nicht überzeugt. Immer wieder dachte ich darüber nach, eigene Dateien zu entwerfen – geblieben ist es aber lange beim Gedanken. Zauberplotts kam erst später. Die Idee musste noch reifen – und ich war persönlich noch nicht bereit.
Was war der Moment, in dem du wusstest: Jetzt wage ich den Schritt ins Small Business und den eigenen Shop?
Bei mir war es nicht wirklich ein Moment, sondern eher ein Prozess. Ich hatte über Jahre hinweg immer im Hinterkopf, ein kleines Business zu gründen – kreativ sollte es sein!
In den letzten Monaten habe ich mich persönlich sehr stark weiterentwickelt. Das kam völlig unerwartet – einfach durch verschiedene Umstände. Die Kinder wurden selbstständiger, ich hatte wieder mehr Zeit für mich. Viel Zeit zum Nachdenken. Nicht zuletzt, weil ich in meinem Hauptjob überhaupt nicht mehr glücklich war.
Je mehr ich mich reflektiert habe, desto klarer wurde mir: Ich kann ja nichts verlieren. Ich habe mich sehr intensiv mit mir und meinen Bedürfnissen auseinandergesetzt, mein Mindset gestärkt. Ich bin heute der festen Überzeugung: Alles geschieht zu seiner Zeit und aus einem Grund. Und was andere von mir denken – das ist mir inzwischen egal. Das war vorher meine größte Hürde.
Dann habe ich mich sehr viel damit beschäftigt, wie man eine Personal Brand aufbaut – mein Wunsch nach einem eigenen kleinen Business wurde immer lauter. Ich wollte für mich selbst arbeiten und schauen, wo mich das hinführt! Also habe ich @zauberplotts gegründet, einen neuen Instagram-Account angelegt und einfach losgelegt.
Und dann kam mein Fehler … ich habe einen Etsy-Shop eröffnet. Also wieder tagelange Recherche, sogar einen Kurs gekauft, und letztendlich mit mulmigem Gefühl gestartet. Schon in den ersten Tagen war mir klar: Das ist nicht der Weg, den ich gehen möchte. Ich will einen eigenen Shop!
Wie bist du auf Azoo gestoßen – und warum hast du dich entschieden, deinen Shop mit diesem System aufzubauen?
Ich bin über Cécile von „Dein Handmade Business“ auf Azoo gestoßen!
Vielleicht kennt ihr das – manchmal begibt man sich auf die Suche und findet etwas, mit dem man sich sofort identifizieren kann. So war es mit Azoo! Ich wusste sofort: Perfekt, das passt zu mir! Ich habe mich dann auch gar nicht mehr groß über Alternativen informiert – ehrlich gesagt.
Ich wollte einfach ein unkompliziertes Shopsystem, das nicht nur für mich leicht zu bedienen ist, sondern auch für meine potenziellen Kund:innen. Und da wusste ich noch nicht einmal, wie genial der Kundenservice vom Azoo-Team ist!
Über die Instagram-Seite konnte ich mir ein paar Azoo-Shops anschauen, was mich nochmal in meiner Entscheidung bestärkt hat.
Was schätzt du besonders auf deiner Azoo-Reise – gibt es Features, die für dich als Kreative besonders hilfreich sind?
Was ich an Azoo liebe, ist der krasse Support vom ganzen Team! Am Anfang hat man so viele „kleine Fragen“ – und mir wurde immer super weitergeholfen. Ich würde schätzen, dass so ein Service bei einem großen Anbieter kaum möglich wäre.
Ich verkaufe aktuell nur digitale Produkte – und das geht mit Azoo super easy! Ich lege einen neuen Artikel an (es gibt sogar eine Duplizieren-Funktion, die finde ich mega!) und lade dann einfach eine ZIP-Datei hoch. Auch das Feature zur automatischen Rechnungserstellung finde ich großartig – einmal mit wenigen Klicks konfiguriert, und bei jedem Kauf geht automatisch eine E-Mail mit Download-Link raus.
Was ich auch total hilfreich finde: die Schnittstelle zur IT-Recht-Kanzlei. Denn das Thema Rechtstexte hat mir echt Bauchschmerzen gemacht. Es gibt sogar ein Cookie-Banner-Feature – das habe ich noch nicht aktiviert, aber das kommt noch. Und auch der integrierte Blog wird bald genutzt – eins nach dem anderen.
Welche Reaktionen bekommst du auf deinen Shop und deine Plotterdateien – gibt es ein besonders schönes Feedback, das dir im Kopf geblieben ist?
Das Feedback zu meinem Azoo-Shop ist wirklich toll! Viele finden es richtig stark, dass ich mich getraut habe, überhaupt einen Shop zu eröffnen :). Und dann kommt oft: „So schön übersichtlich – man findet sich super zurecht!“ Ich habe das Farbschema meines Instagram-Profils übernommen – das schafft natürlich Wiedererkennung. (Und mit dem neuesten Azoo-Update kann man das Farbkonzept komplett selbst einstellen – ohne, dass es kompliziert wird!)
Zu meinen Plotterdateien höre ich oft, dass sie super funktionieren und leicht zu nutzen sind. Die schönste Rückmeldung kam vor ein paar Tagen: Eine Kundin schrieb mir, dass ihre drei Töchter (10, 12 und 13 Jahre alt) so gerne mit meinen Dateien Schachteln plotten – ganz selbstständig, weil es einfach verständlich ist. Das hat mich wirklich tief berührt!
Du möchtest andere Kreative inspirieren – was rätst du jemandem, der mit einem Shop liebäugelt, sich aber noch nicht traut?
Wenn du auch mit dem Gedanken spielst, einen eigenen Shop zu starten: Fang einfach an. Trau dich! Klingt simpel – ist aber so.
Man wächst mit seinen Aufgaben. Es ist verlockend, auf ein System zu setzen, das unendlich viele Features bietet – aber das ist gar nicht das Entscheidende! Du willst nicht all deine Energie in den Aufbau deines Shops stecken, sondern in deine Produkte.
Ich kann Azoo wirklich von Herzen empfehlen. Und ich fühle mich total geehrt, dass Maja mich für dieses Interview angefragt hat!
Was dürfen wir in Zukunft von Zauberplotts erwarten – gibt es neue Projekte, Ideen oder Produkte, an denen du gerade arbeitest?
Wenn man gerade erst in sein Business startet, weiß man manchmal noch gar nicht so genau, wohin der Weg führt. So war es bei mir – und auch jetzt, nach einem dreiviertel Jahr, ist nicht alles durchgeplant.
Oft wird geraten, einen klaren Content- oder Businessplan zu haben. Mag für viele funktionieren – für mich eher nicht :D. Ich lasse mich von meinem Herzen, meinem Bauchgefühl und spontanen Ideen leiten. Das ist das Schöne am Kreativsein!
Natürlich wird es weiterhin Faltschachtel-Ideen für Designblöcke geben – die sind irgendwie mein Aushängeschild geworden. Und ich liebe es, sie zu gestalten – Win-win also! Außerdem denke ich schon lange darüber nach, eBooks mit meinen Tipps & Tricks zu schreiben. Ein erster Entwurf liegt schon bereit … mal sehen, was daraus wird.
Fazit
Sinas Geschichte zeigt, dass es manchmal nur einen kleinen Impuls braucht – und den Mut, ihn ernst zu nehmen. Zwischen Familienalltag, Zweifeln und Kreativchaos hat sie ihr Herzensprojekt Schritt für Schritt aufgebaut.
Der Wechsel zu Azoo war für sie mehr als nur ein technischer Neustart – er war der Moment, in dem aus einer Idee ein echtes Business wurde. Mit einem Shop, der zu ihr passt, einem System, das sie stärkt, und einer Community, die sie trägt, hat Sina ihren Platz gefunden. Zauberplotts ist nicht einfach ein Label – es ist der Beweis dafür, dass man neu anfangen kann, wenn man bereit ist, sich selbst Raum zu geben.
Danke, Sina!
Liebe Sina – danke, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast. Für deine Ehrlichkeit, deine Offenheit und all die Gedanken, die anderen Mut machen. Du zeigst, dass man nicht perfekt starten muss, um Großes zu bewegen. Wir freuen uns riesig, dass du Teil der Azoo-Familie bist – und sind gespannt, wohin dich deine kreative Reise noch führt.
Neugierig geworden?
Dann schau unbedingt in Sinas Shop Zauberplotts vorbei!
Dort findest du liebevoll gestaltete Plotterdateien, die nicht nur wunderschön sind, sondern auch richtig Spaß machen. Perfekt für kreative Stunden – ob allein, mit Freund:innen oder mit den Kids.
Für kreative Ideen und aktuelle News, folge Sina auf Instagram.
Bereit für deinen eigenen Shop?
Wenn du auch davon träumst, deine kreativen Ideen zu verkaufen, ist jetzt der perfekte Moment. Mit Azoo erstellst du deinen eigenen Online-Shop – schnell, unkompliziert und ohne Technikfrust. Starte klein, wachse in deinem Tempo und mach dein Herzensprojekt sichtbar.
👉 Jetzt Shop erstellen mit Azoo